Die Filzerey wünscht ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Jahr 2012
Von der Wolle zum Gefilzten
Die Geschichte des Brettchenwebens
Wo der Ursprung des Brettchenwebens herkommt wurde nie geklärt. In Europa wurde allerdings,
vom ältesten Fund eines Brettchens das in Göttingen gefunden wurde, her ausgegangen,
dass wohl schon in der Spätbronzezeit Brettchenweben stattgefunden hatte.Mit
welcher Technik damals gearbeitet wurde war und ist bis heute nicht geklärt, da
die Bretttchenweberei auch zur Herstellung von Schnüre verwendet wurde.
Eines der ältesten deutschen Funde liegt so um das 6 Jahrhundert vor Chr. , dieser
Fund stammt von einem Keltenfürst. Auf etwa 2 Jahrhunderte später datierter
Fund , war der älteste aus Europa und stammte von einem Grab aus Italien.
Um Borden herzustellen, also textile Bänder, bedarf es einer gewissen Technik, nämlich
den Faden, der durch die Löcher der Brettchen läuft, dem sogenannten ( Kettfaden
).Und dem Schussfaden, der die Verbindung hält und quer zum Kettfaden durchgeführt
wird. Um nun ein Muster zu erzielen bzw. herauszuarbeiten werden nun entsprechend
dem Muster und Breite der Borde die Brettchen in verschiedene Richtungen gedreht
und mittels des zuvor erwähnten Schussfadens, der die Verbindung herstellt, gesichert.


Die Webtechniken
Wie es unter dem linken unterem Bild beschrieben ist,werden die Kettfäden durch die Löcher der Brettchen gezogen. Dabei kommt es darauf an, je nach Muster, ob alle Löcher des jeweiligen Brettchens mit dem Kettfaden belegt werden oder nur ein Teil der Löcher eines Brettchens.Darauf ist allerdings zu achten, dass die Fäden nicht Durchhängen, sondern unter gleichmäßiger Spannung stehen.
Man spricht von einem Webfach, wenn eine Drehung der Brettchen um mind. 90 ° erfolgt. Im Übrigen sei gesagt, das nur in zwei Richtungen ein Verdrehen der Brettchen nach vorne und nach hinten möglich ist. Bei einer ganzen Drehung, also um 360° entstehen also 4 auf- einanderfolgende Webfächer und entsprechend der Fäden die, durch die Löcher des Brettchens gezogen wurden stehen diese nun an der ersichtlichen Oberfläche bzw. Oberseite der Brettchen. Um nun ein Sichern des Musters zu erreichen, wird je nach Muster, der Schussfaden durch entsprechendes Webfach gezogen und in Richtung entstehendem Muster angeschlagen.Normalerweise ist der Schussfaden im Muster der Borde nicht ersichtlich, außer es handelt sich um die Missed Hole Technik.Hier ist er sichtbar, weil durch Löcher im herzustellenden Gewebe sind. Eine weitere Variante des ersichtlichen Schussfaden liegt darin, wenn ein Teil der Brettchenlöcher nicht mit dem Kettfaden belegt wird, man erhält somit ein Punktartiges Gewebe dem sogenannten Stippgewebe.
Durch das Verdrehen der Brettchen in Drehrichtung wird natürlich auch
der Kettvorrat mit verdrillt und muss in gewissen Abständen durch
Drehrichtungswechsel gewechselt werden.
Somit wird je nach Belegung und Farbe der eingezogenen Kettfäden
ein wiederholendes Muster entstehen.
Eine weitere Technik ist das Weben mit nur zwei Farben. Hier entsteht
durch das Verwenden mit zwei Farben auf der Unterseite, das
farblich entgegengesetzte Muster, als wie auf der Oberseite.
Mehrere Schussfäden geht ebenfalls, dies ergibt weitere Muster in der
Broschiertechnik.

Video zum Brettchenweben auf Burg Lißberg
Video zu den Dreharbeiten
vom ZDF für den KIKA